Heiraten im Ausland

Hochzeit unter Palmen mit den nackten Füßen im weißen Sand vor romantischer Südseekulisse ist ein Traum für viele Verliebte. Die Hochzeit im Ausland will vor allem bürokratisch gut geplant sein, denn die notwendigen Papiere sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich.
Wer im Ausland heiraten möchte, sollte sich zunächst an das zuständige Standesamt wenden. Zuständig ist immer die Behörde des Kreises, wo die polizeiliche Anmeldung vorliegt.
Die Kollegen vom Standesamt können sehr genau über die Vorschriften informieren, die für die Hochzeit im Ausland von deutscher Seite notwendig sind.
Das Standesamt stellt zunächst ein gebührenpflichtiges Ehefähigkeitszeugnis aus. Darin wird bescheinigt, dass die Person im ehefähigen Alter und derzeit unverheiratet ist. Für das Zeugnis sind die genauen Angaben des Ehepartners erforderlich. Für nichtdeutsche Ehepartner ist die ausländische Adresse sowie ein Formular über dessen derzeitigen Wohnsitz notwendig. Das kann ein Ausweis mit eingetragener Adresse oder eine Meldebescheinigung sein. In jedem Fall muß eine beglaubigte Kopie des Dokumentes vorliegen.
Weitere erforderliche Unterlagen sind Geburtsurkunden beider Ehepartner sowie gültige Passbilder. Nach Erteilung des Ehefähigkeitszeugnisses steht der Hochzeit im Ausland von deutscher Seite nichts mehr im Wege.
Nach der Hochzeit muß eine internationale Heiratsurkunde beim zuständigen Standesamt vorgelegt werden. Damit ist die Hochzeit offiziell anerkannt. In einigen Ländern existiert die Regel, dass bei Eheschließung automatisch der Nachname des Mannes als gemeinsamer Familienname angenommen wird. Das widerspricht deutschen Recht. Deshalb ist bei Hochzeit in einem dieser Länder eine nachträgliche Zusatzerklärung über den gewählten Namen notwendig. Wird keine Erklärung abgegeben, behalten beide Ehepartner ihren Geburtsnamen.

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Wenn eine Hochzeit im Ausland erfolgen soll, dann gelten für die Eheschließung die Rechte des jeweiligen Landes. Braut und Bräutigam haben die geforderten Unterlagen des Gastlandes vorzulegen. So ist bei Hochzeit in der Türkei beispielsweise ein Bluttest über verschiedene Krankheiten notwendig, wobei der genaue Test auch regionale Unterschiede aufweist. In manchen Teilen ist ein Aidstest beider Partner vorgesehen, in anderen Teilen wiederum wird auf die Mittelmeeranämie untersucht. Die genauen Bestimmungen erfährt man beim zuständigen Standesamt. Sind beide Partner ortsfremd und der Landessprache nicht mächtig, empfiehlt sich in jedem Fall eine professionelle Agentur für die Hochzeitsplanung. In vielen Tourismusgebieten haben sich bereits solche Agenturen etabliert. Mauritius beispielsweise ist das Ziel für Heiratswillige. Jedes Jahr geben sich Tausende Touristen auf Mauritius das Ja-Wort. Nicht nur örtliche Agenturen sondern auch deutsche Reiseveranstalter haben sich auf diesen Trend eingestellt und bieten komplette Weddingpakete an. Von der behördlichen Organisation bis hin zur Planung der Feier, Blumenarrangements und Flitterwochenpakete können Paare alles den Profis überlassen.
Auch ausgefallene Wünsche werden dabei berücksichtigt. Ob Heirat in schwindelerregender Höhe im Heißluftballon oder unter Wasser beim Tauchen, die Profis organisieren individuelle Hochzeiten nach Wunsch.
Sowohl Spezialveranstalter als auch große deutsche Reiseunternehmen haben diesen Trend erkannt und beraten gern zu dem Thema Heiraten im Ausland. In Dubai beispielsweise ist es Ausländern verboten, die Ehe zu schließen, Mauritius wiederum hat seine Gesetze gelockert, um den Trend zu entsprechen. Wer sich den Traum erfüllen möchte, sollte zunächst ausführliche Informationen einholen und verschiedene Veranstalter vergleichen. Die Mühe lohnt sich nicht nur finanziell, denn der schönste Tag im Leben sollte nicht ins Wasser fallen.

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